verrückte Eselsbrücken

Heute soll es mal um etwas gehen, was im Prinzip jeden das ein oder andere Mal betrifft. Zumindest haben mir Eselsbrücken sowohl in der Schule geholfen und tun es jetzt in der Uni immer noch. Mich würden da vor allem auch eure Meinung und eure Erfahrungen interessieren! Also schreibt mir gerne eure Sicht der Dinge.

Wann immer es Sachen gibt, die ich einfach nicht in meinen Kopf bekomme, versuche ich mir irgendwelche Eselsbrücken zu überlegen. Meist ist das der Fall, wenn sich Sachen, die ich auswendig lernen muss, zu ähnlich oder so unzusammenhängend  sind, dass ich sie mir nicht einfach so merken kann. Mein Kopf stellt sich da quer, denn ich gehöre zu den Menschen, die sich Fakten nicht so einfach merken können, sondern eher etwas auswendig wissen, wenn es Sinne ergibt oder ich mir das eben herleiten kann.

Wenn ich mir dann irgendwelche Eselsbrücken ausdenke, sind sie meistens so bekloppt, dass nur ich etwas damit anfangen kann. Bei meinen Eselsbrücken scheint auch irgendwie das Prinzip zu gelten ‚Je bescheuerter, desto besser‘. Oftmals geben sie sogar überhaupt keinen Sinn, aber das bringt mich und mein Hirn anscheinend dazu, es mir dann zu merken. Sei es irgendein Spruch, um sich eine bestimmte Reihenfolge zu merken oder eine Brücke zu einer Vokabel über den Klang des Wortes, oft fällt mir irgendetwas Merkwürdiges ein.

Wer mit Thermodynamik zu tun hat, kennt sicher auch das Guggenheim-Quadrat. Wer es nicht kennt, es hilft bei dem Aufstellen von Gleichungen und so einem Kram und es sieht so aus:

S  U  V

H       F

p  G  T

Also eigentlich nur eine Abfolge von Buchstaben in einer bestimmten Reihenfolge. Wie soll man sich so etwas ohne jeglichen Zusammenhang merken? Richtig, gar nicht. Also muss eine Eselsbrücke her. In diesem Fall bietet sich an, einen Satz mit den Anfangsbuchstaben zu bilden und genau das hat auch unsere Professorin getan. „Unser Vater findet tausend goldene Perlen hinterm Sofa“. Tatsächlich ist das auch ein sehr bekannter Spruch, denn man öfters mal findet, wenn man in die Richtung im internet danach sucht. Kann man sich vielleicht merken, es gibt aber noch zahlreiche andere Varianten. Von uns hat da jeder sein mehr oder weniger eigenes System entwickelt :D

Und so setzt sich der Kram mit den Eselsbrücken fort. Zum Beispiel auch mit der Struktur von Glucose, welche bestimmte Gruppen entweder links oder rechts trägt. Eine recht bekannte Eselsbrücke ist die folgende: „Ta-tü-ta-ta“. Eine Gruppe recht, dann eine links und zwei rechts. Einmal gehört, werde ich das wohl nie wieder vergessen :D

 

Doch bei all dem stellt sich noch eine Frage, woher kommt das Wort Eselsbrücke?

Die Antwort dabei ist recht simpel und wer das einmal nachgesehen hat, musste dafür auch nicht lange suchen. Das Wort Eselsbrücke bedient sich dem Verhalten von dem ach so sturen Esel. Sie überqueren nämlich auch wirklich kleine Flüsse nicht und bleiben stur davor stehen, denn sie können nicht einschätzen, wie tief das Wasser ist. Die Oberfläche spiegelt für das Eselsauge zu sehr. Deswegen baute man kleine Brücken, damit man auch mit Esel diverse Flüsse überqueren konnte. Und genau das tut ja auch die sprichwörtliche Eselsbrücke, sie hilft dem vermeintlich sturem Kopf, sich über einen kleinen Umweg etwas zu merken.

Tatsächlich gibt es ganze Internetseiten über Eselsbrücken und Sammlungen mit den bekanntesten von ihnen. Dazu gehört diese hier zum Beispiel. Schaut das gerne mal nach, vielleicht hilft euch die eine oder andere Merkhilfe ja weiter (:

Fest steht auf jeden Fall, dass mir Eselsbrücken schon so manches Mal das Lernen etwas einfacher gemacht haben.

Teilt doch gerne eure ‚liebste‘ Eselsbrücke hier und den Sinn dahinter, ich freu mich, ein paar von denen zu lesen :D

Liebe Grüße, Finnja

 

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2 Gedanken zu “verrückte Eselsbrücken

  1. Heya! Manchmal brauche ich irgendwie ein bisschen um Gelesenes auch zu kommentieren.. möchte das gern in Ruhe machen und nicht nur so nebenbei!
    Wenn ich so darüber nachdenke.. fallen mir spontan zwar keine Eselsbrücken ein, die ich bis heute nutze und dementsprechend habe ich auch keine „Lieblingsbrücke“, aber trotzdem ist das ein sehr interessantes Thema und äußerst hilfreich :D
    Da ich mich wirklich schwer damit tue, mir Zahlen zu merken, habe ich mir irgendwann angewöhnt, irgendwelche abstrakten Bilder zu erschaffen um mir z.B eine Jahreszahl merken zu können. So habe ich z.B in meiner Abizeit für eine Klausur über Shakespear mir mal wieder sein Geburtsdatum nicht merken können und mir dann seinen Kopf mit den Locken vorgestellt und ihm die einzelnen Zahlen wie Christbaumkugeln in die Haare gehängt. So hat das erstaunlich gut funktioniert :D
    Das ist wohl auch eine Abwandlung einer Mnemotechnik, von der ich mal in einem Buch gelesen habe und wie du schon sagst, je abstrakter die Sache ist, umso besser prägt sich das Bild und somit das Wichtige ein! Blöd nur, dass es dann meistens außer einem selbst keiner versteht :’D

    Deine verlinkte Seite fand ich sehr interessant und habe mich da mal durch ein paar Bereiche geklickt :D Wer weiß, vielleicht ist sogar beim überfliegen schon etwas hängen geblieben, was mir später mal wieder einfällt..

    Hab noch einen schönen Tag!
    ~Fabi

    Gefällt 1 Person

    • Ja, das mit den Kommentaren kenne ich zu gut.
      Diese Lieblings Eselbrücken sind mir auch nur deswegen eingefallen, weil ich in eine Lernphase stecke.
      Interessant, dass es dir mit den abstrakten Sachen genauso geht :D

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar :)

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