Konzerte auf dem Hurricane 2017

Moin!
Auf dem Hurricane Festival habe ich insgesamt 6 Konzerte komplett gesehen und vor allem gehört. Dazu habe ich natürlich beim Vorbeigehen oder Mittagessen, etc. mache anderen Konzerte zum Teil gehört. Über die sechs kompletten Konzerte, wie sie waren und was mir besonders gut gefallen hat, will ich heute ein bisschen was erzählen.

Das Ganze mache ich einfach chronologisch nach den Zeitpunkten, an denen ich die Konzerte gesehen habe. Insgesamt waren das für mich der Freitag, Samstag und Sonntag.

Begonnen hat das Festival für mich mit dem Konzert von OK Kid. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet, weil ich einfach mitgegangen bin. Das Konzert war im Prinzip auch mein erstes überhaupt. Es war auf der Red Stage, der kleinsten Bühne des Festivals (abgesehen von der White Stage, die aber eigentlich mehr ein übergroßes Partyzelt war). Wir haben eher weiter hinten gestanden und es war eine Art ‚light‘ Konzert für mich, weil ich keine Texte kannte und einfach nur zugehört und ein bisschen mit den anderen Menschen mitgefeiert habe. Mir hat es gut gefallen und ich werde in Zukunft definitiv mal zwischendurch in die Musik der Band hinein hören.

Das nächste Konzert würde ich dann als wirklich erstes richtig großes Konzert bezeichnen: Der erste Headliner Green Day auf der Green Stage (GS), der größten Bühne (vielleicht wollte der Veranstalter sich da einen kleinen Scherz erlauben, wer weiß :D). Alter Falter, das war ne Hausnummer! So viele Menschen auf einem Haufen und alle haben es einfach gefeiert. Green Day klingen live einfach mal richtig gut. Sie haben viele Klassiker gespielt, was auf einem Festival aber auch zu erwarten war. Bei so etwas wie Boulevard Of Broken Dreams oder When September Ends hatte ich einfach Gänsehaut, weil so laut mitgesungen wurde. Man kennt es ja von Konzerten aus dem Fernsehen, wie das klingt, wenn der Sänger aufhört zu singen und die Masse vor der Bühne einfach weitersingt. Aber dazwischen zu stehen, wenn das passiert, ist nochmal etwas ganz anderes. Wow, für so etwas fehlen selbst mir die Worte. Das Konzert bestand aber auch zu einem recht großen Anteil aus Show, mit eingebundenem Publikum. Drei Leute durften auch auf die Bühne und mitsingen, wobei der dritte Gitarre spielen durfte und diese dann noch geschenkt bekommen hat :D

Damit war der Freitag auch schon vorbei. Vom Zelt aus habe ich dann noch ein wenig vom Imagine Dragons Konzert (Blue Stage, BS) mitbekommen, aber ich war zu fertig, um mich da auch noch hinzustellen. Aber aus der Ferne klangen sie auf jeden Fall gut.

Der Samstag war für mich definitiv gleichzeitig der heftigste und schönste Tag. Begonnen hat er damit, dass ich noch im Zelt den Soundcheck von Linkin Park hören konnte, die als letzter Act an dem Tag dran waren. Ja, da war die Vorfreude schon ziemlich groß :D Das erste Konzert des Tages war dann von Passenger (BS), den wir beim Mittagessen etwas gehört haben, während wir auch vom vorherigen Regen etwas in der Sonne vor uns hin trockneten. Mit seiner Gitarre da auf der Bühne und dem, was er zwischendurch erzählt hat, kam er einfach sehr sympathisch rüber, auch wenn ich kein großer Fan der Musik bin. Gut anhören konnte man es sich trotzdem und zum Entspannen war es gut. Denn ich wusste ja, was an dem Tag noch vor mir lag.

Nach einer Pause ging es dann mit Royal Blood (GS) weiter. Wer auf guten Rock steht und diesen Namen bisher nicht gehört hat, sollt da unbedingt mal reinhören! Royal Blood sind nur ein Schlagzeuger und ein Bassist, der gleichzeitig auch der Sänger der Band ist. Und wow, was soll man dazu sagen? Das Konzert hat richtig viel Spaß gemacht und das, obwohl ich auch hier wieder nur ‚mitgeschleppt‘ wurde, danke dafür (: Wir hatten recht viel Platz, waren aber trotzdem irgendwie mitten drin und hatten ordentlich Spaß. Auch hier kannte ich, wie schon bei OK Kid, keine Texte, aber das Konzert hat für mich sehr von der Musik an sich gelebt. Der Sound war mehr als nur gut abgemischt und die beiden hatten auf der Bühne auch sichtlichen Spaß. Die Jungs sind mit super sympathisch und jetzt, nach dem Festival, habe ich mir einige Sachen angehört und würde mich schon fast als Fan bezeichnen. Leider wurde das Konzert nicht mitgeschnitten, aber ihr könnt euch sehr gerne mal das Konzert vom Southside anhören, was ja immer parallel läuft.

Direkt im Anschluss daran, auf der gleichen Bühne und natürlich nach kurzer Umbaupause, war A Day To Remember dran. Ich muss sagen, ich kannte sie vom Namen her und konnte sie auch ungefähr musikalisch einordnen, aber das war es dann auch schon an Wissen, was ich aufbieten konnte. Im Prinzip sind wir einfach dort stehen geblieben und ich habe mich überraschen lassen. Und es hat sich gelohnt. Sie sind sicher nicht für jeden was, weil sie schon recht speziell und teilweise ordentlich hart sind. Aber da ich ja mit nahezu allem etwas anfangen kann und in dieser Musiksparte generell recht offen bin, war es umso besser. Es gab knallharte, laute Musik inklusive Bauchmassage durch die Bässe.

Nachdem der Hunger uns zu einem der vielen Essensstände getrieben hatte und wir noch die Aussicht vom Riesenrad genossen haben, ging es dann zu meinem persönlichen Highlight des ganzen Wochenendes: Linkin Park (GS). Ich bin seit jetzt schon etwa 5 Jahren großer Linkin Park Fan, kenne fast alle Texte auswendig und wollte sie schon immer mal live sehen. Dass das endlich in Erfüllung ging, wir es noch nach recht weit vorne geschafft haben und ich zusätzlich dazu nichts dafür bezahlt habe, hat es nochmal großartiger gemacht, als es sowieso gewesen wäre. Dieses Konzert hat mich komplett umgehauen. Ich habe mir quasi die Seele aus dem Leib gesungen und meine Stimme war am Sonntag nur noch ein Krächzen. Ich konnte es kaum fassen, dass sie da wirklich so nahe vor mir auf einer Bühne stehen und ich sie live hören darf. Sie klingen live SO gut! Chesters und Mikes Stimme und alles einfach. Auch hier war der Sound wieder sehr gut abgemischt und man konnte die Musik wirklich genießen. Sie haben fast 2 Stunden gespielt und es gibt einige Momente, die ich einfach nie wieder vergessen will. Man hat ihnen auch bei den Songs vom neuen Album angemerkt, dass das Musik ist, die sie gemacht haben und für die sie stehen. Das war für mich auch irgendwie etwas ganz Besonderes. Ich kann ihnen seit dem Konzert das neue Album (zu dem ich übrigens auch eine Review geschrieben habe) nicht mehr krumm nehmen. Vor allem ‚One More Light‘ war live ein ganz besonderes Erlebnis und unfassbar emotional. Trotzdem waren es die alten Lieder und eben Lieblingsstücke von mir, die mich besonders mitgerissen haben. So etwas wie In The End oder Numb waren einfach großartig. Ihr merkt schon, dieses Konzert hat mich sehr glücklich gemacht und ich erinnere mich immer wieder gerne daran und das soll auch so bleiben.

Nachdem Chester seit Donnerstag nicht mehr ist, fühlt sich das Konzert im Nachhinein noch anders an. Und auch umgekehrt. Dass ich sie vor etwa einem Monat noch so nah auf der Bühne vor mir gesehen habe, macht seinen Tod irgendwie noch unwirklicher. Die Tragik des Ganzen und alles darum herum, möchte ich hier nicht zum Thema machen. Wenn jemand meine Gedanken dazu lesen möchte, kann er das hier tun.

Damit war dann auch der Samstag um und rundum zufrieden konnte ich dann in meinen Schlafsack kriechen und schlafen. Der Tag darauf, der Sonntag, war unser letzter Tag mit Konzerten, an dem ich aber wegen meiner Arbeitszeiten nur ein Konzert wirklich gesehen habe. Dieses Konzert war gleichzeitig auch das letzte vom gesamten Festival: Casper (GS).

In den Wochen vor dem Festival, seit das Lineup stand, hatte ich mich schon etwas mit den Künstlern beschäftigt, die ich hören konnte / wollte. Dazu gehörte auch Casper und in der Zeit bis zum Festival bin ich richtig auf die Musik eingestiegen und habe mich zu einem kleinen Fan entwickelt. Ich mag die Texte und liebe seine ganz besondere Stimme. Dem entsprechend schön war auch das Konzert. Es gab einiges an Show, Feuer und Kram auf der Bühne. Aber vor allem die Liveband und eben Casper selbst haben richtig Spaß gemacht. Auch hier war die Abmischung wieder top und es wurde sehr laut und ausdauernd mitgesungen. Es war als Abschluss vom Festival irgendwie genau das Richtige.

 

Puh. Das waren sie also, die sechs großen Konzerte, die ich auf dem Hurricane Festival 2017 miterleben durfte. Mitgenommen habe ich vor allem Erinnerungen und keine Handyvideos, die man sich sowieso eher nicht anhört und auf denen der Sound ganz furchtbar ist. Dazu kommt, dass ich auch neue Bands kennen gelernt habe und vor allem Royal Blood könnte sich zu einer meiner neuen Lieblingsbands entwickeln. Ich bin unfassbar dankbar dafür, dass ich dort sein konnte und dass mich ein ganz lieber Freund dazu überhaupt gebracht und mit auf ein paar Konzerte geschleppt hat. Dieses Wochenende war großartig!

War jemand von euch dieses Jahr auch auf dem Hurricane, einem anderen Festival oder generell Konzerten von Bands, die ich jetzt auch mal live gesehen habe? Dann schreibt mir doch gerne eure Erfahrungen!

Bis dahin wünsche ich noch einen ganze wunderbaren Tag! Liebe Grüße, Finnja. 

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4 Gedanken zu “Konzerte auf dem Hurricane 2017

  1. Heya! :)
    Musik ist so ein Thema, über das ich stundenlang reden könnte.. um zu vermeiden, dass das hier zu lang wird, versuche ich mich kurz zu halten :’D

    Es freut mich sehr, dass du die Gelegenheit hattest bei so einem Festival dabei zu sein und sogar selbst mitzuwirken! Das Line Up schien ja wirklich gut gewesen zu sein, gerade was Green Day und Linkin Park angeht. Green Day waren für mich damals mein erstes Konzert überhaupt und es war einfach umwerfend! Die Bühnenshow ist klasse und auch das musikalische an sich ist wirklich sehr gut.. gibt ja immer wieder Bands, die live nicht annähernd so gut klingen wie auf Platte, aber Green Day ist definitiv eine Band, die ich jedem als Konzert empfehlen würde.
    Mit Linkin Park natürlich genau das gleiche..schade, dass es keine weiteren geben wird.. aber ich freue mich, dass du noch die Chance hattest, sie live zu sehen :)

    Ich habe mir Royal Blood mal angehört und kannte sogar schon ein Lied! Ist wirklich einfach guter Rock mit teilweise sehr geilen Rhythmen .. werde die auf jeden Fall öfter hören, danke für die Empfehlung :D

    Casper.. fällt eigentlich ein bisschen aus meiner favorisierten Musik raus, aber auch hier bin ich deiner Meinung.. ich mag seine Texte und die Melodien und live ist es ja nochmal eine andere Nummer!
    Danke, dass du deine Erlebnisse mit uns geteilt hast :) Hab noch einen schönen Abend!

    ~Fabi

    Gefällt 1 Person

    • Oh ja, über Musik könnte ich auch Stunden und Stunden reden :D
      Bei Green Day war ich auch wirklich erstaunt, wie gut sie live klingen. Der Unterschied zu „auf CD“ ist von der Qualität einfach nicht da, nur dass es live eben noch viel mehr Spaß macht :D

      Sehr gerne, eine Freundin hab ich mit Royal Blood auch schon angesteckt :’D
      Aber es lohnt sich ja auch.

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar :)

      Gefällt 1 Person

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